Wenn man die Website einer Kommunalgemeinschaft oder eines Stadtteils erstellt, besteht die erste Schwierigkeit nicht im Design: es ist die Struktur. Welches Thema erstellen wir zuerst, welches endet in einem Untermenü, das niemand besucht? Die Struktur einer Website der lokalen Gemeinschaft beeinflusst direkt die Fähigkeit der Mitglieder und der Bewohner, Informationen zu finden, teilzunehmen und zurückzukehren.
Digitale Barrierefreiheit: das Thema, das die meisten Websites vergessen
Bevor man überhaupt an die Seiten “Agenda” oder “Vereinsleben” denkt, muss ein oft in den Entwürfen fehlender rechtlicher Block integriert werden. Seit den Aktualisierungen 2023-2024 müssen die Websites der Kommunen auf der Startseite einen Hinweis anzeigen, der den Grad der Konformität mit dem RGAA (vollständig konform, teilweise konform oder nicht konform) angibt, mit einem Link zur Erklärung zur Barrierefreiheit.
Konkret bedeutet das, dass drei Dokumente in der Struktur existieren müssen: die Erklärung zur Barrierefreiheit selbst, ein mehrjähriger Plan zur Barrierefreiheit (maximale Dauer von drei Jahren) und ein jährlich aktualisierter Aktionsplan. Diese werden in der Regel unter einem Thema “Barrierefreiheit” oder “Rechtliche Informationen” platziert, mit Querverweisen aus dem Footer und der Startseite.
Das ist kein kosmetisches Detail. Eine Website der lokalen Gemeinschaft, die diese Seiten nicht bereits bei der Planung vorsieht, muss ihre Struktur nachträglich überarbeiten, was die Navigation und die interne Verlinkung durcheinander bringt. Es ist besser, diesen Dokumentationsblock bereits im ursprünglichen Site-Plan zu erstellen, auch wenn er beim Start nur teilweise ausgefüllt ist.
Man kann übrigens beobachten, wie einige interkommunale Gemeinschaften ihre Themen organisieren, indem man die Website cc-beynat.fr im Detail konsultiert, was eine konkrete Vorstellung vom Schnitt zwischen institutionellen Seiten und Dienstleistungsseiten gibt.
Struktur einer lokalen Gemeinschaftswebsite: die Themen, die den Traffic bringen

Ein häufiger Fehler besteht darin, das Organigramm der Gemeinschaft im Navigationsmenü zu reproduzieren. Die Bewohner suchen nicht nach “Abteilung für technische Dienste”, sondern nach “Sperrmüllabholung” oder “Kantinenanmeldung”. Die Struktur muss die Suchanfragen der Nutzer widerspiegeln, nicht die interne Organisation.
Die Themen, die die meisten Besuche auf einer Website der lokalen Gemeinschaft generieren, drehen sich um drei Schwerpunkte: die administrativen Verfahren, die lokalen Nachrichten und den Veranstaltungskalender. Alles andere (Wort des Bürgermeisters, Historie, Organigramm) stellt ein deutlich geringeres Konsultationsvolumen dar.
Für eine effektive Gemeinschaftswebsite unterscheidet man in der Regel diese Prioritätsebenen im Hauptmenü:
- Ein Thema “Verfahren” oder “Dienste”, das die Online-Formulare, die Öffnungszeiten und die Kontakte nach Dienstleistungsbereich bündelt, mit einer integrierten Suchleiste.
- Ein regelmäßig aktualisiertes Thema “Nachrichten”, das auch als Frische-Signal für Suchmaschinen dient und die Mitglieder bindet.
- Ein “Kalender” oder “Veranstaltungen” mit Filtermöglichkeiten nach Typ (kulturell, sportlich, vereinsmäßig), das oft die am häufigsten geteilte Seite in den lokalen Netzwerken darstellt.
- Ein Thema “Vereinsleben” oder “Lokales Verzeichnis”, das die Vereine, Geschäfte oder Unternehmen im Gebiet auflistet, mit individuellen Einträgen.
Die institutionellen Seiten (Gemeinderat, Sitzungsprotokolle, Mandatspläne) existieren für die Transparenz, werden jedoch in einem sekundären Menü oder einem erweiterten Footer platziert.
Inhalt der Startseite: was ohne Scrollen erscheinen muss
Die Startseite einer Website der lokalen Gemeinschaft ist keine klassische Inhaltsseite. Sie ist ein Navigationshub. Ihre Rolle besteht darin, den Besucher in weniger als drei Sekunden zum richtigen Thema zu leiten.
Mindestens sollte dort der Hinweis zur RGAA-Konformität (rechtliche Verpflichtung), ein direkter Zugang zu den häufigsten Verfahren, die zwei oder drei neuesten Nachrichten und ein Link zum Kalender platziert werden. Es ist nicht notwendig, einen langen Einführungstext oben auf der Seite zu haben: Niemand liest ihn, und er schiebt die nützlichen Elemente unter die Sichtlinie.

Eine häufige Falle: die Startseite mit einem Karussell schwerer Bilder zu überladen. Die Rückmeldungen dazu variieren, aber mehrere Neugestaltungen von Websites der Kommunen haben gezeigt, dass ein statisches Banner mit einer klaren Botschaft besser funktioniert als ein rotierender Slider, den die Besucher ignorieren oder vor der zweiten Folie verlassen.
Mitgliederprofil und lokales Verzeichnis: die Teilnahme strukturieren
Eine Gemeinschaftswebsite lebt nur, wenn ihre Mitglieder einen Grund finden, zurückzukehren. Das lokale Verzeichnis (Vereine, Unternehmen, Geschäfte) ist das Thema, das diesen Rückkehrzyklus schafft. Jeder Eintrag sollte ein Minimum an verwertbaren Informationen enthalten: Name, Tätigkeit, Kontakt, Öffnungszeiten und Standort.
Ein gut ausgefüllter Eintrag reduziert die Anrufe im Rathaus und verbessert die lokale Sichtbarkeit der Website. Durch die Hinzufügung eines Systems zur Mitgliedschaft oder Aktualisierung durch die Einrichtungen selbst entlastet man das Verwaltungsteam der Website und hält die Daten aktuell.
Für Gemeinschaften, die weiter gehen wollen, ermöglicht ein Mitgliederbereich mit Registrierung die Segmentierung der Kommunikation: Baustellenwarnungen für einen Stadtteil, Einladungen für die Vereine, Benachrichtigungen zu Veranstaltungen nach Art der Aktivität. Dieser Seitenplan “Mitgliederbereich” strukturiert sich einfach:
- Ein Anmeldeformular mit den minimalen Feldern (Name, E-Mail, Stadtteil oder Gemeinde).
- Ein persönliches Dashboard, das die Warnungen und Veranstaltungen anzeigt, gefiltert nach Profil.
- Ein Link zum Profil des Vereins oder Unternehmens, das mit dem Konto verknüpft ist, für eine direkte Aktualisierung.
Das lokale Verzeichnis und der Mitgliederbereich bilden das Fundament der Teilnahme auf einer Gemeinschaftswebsite. Ohne sie bleibt die Website ein passives Anschlagbrett.
Die Struktur einer Website der lokalen Gemeinschaft hängt weniger von der Wahl des CMS oder des Templates ab als von der Hierarchie der Themen und der Disziplin bei der Aktualisierung. Eine Website mit fünf gut gefüllten Themen und einer lesbaren Struktur wird mehr Dienste leisten als ein Portal mit zwanzig Tabs, das einmal pro Quartal aktualisiert wird. Der Block zur Barrierefreiheit, die Online-Verfahren und das Verzeichnis bilden das Grunddreieck: Alles andere wird darum herum aufgebaut.



